Microsoft startet Preview auf Windows Virtual Desktop für alle

Bereits auf der Ignite 2018 hatte Microsoft "Windows Virtual Desktop" als neuen Dienst angekündigt, der es ermöglicht virtuelle Windows Desktops in den Azure Rechenzentren zur Verfügung zustellen. Seither blieb der Dienst einer geschlossenen Nutzergruppe vorbehalten, nun hat Microsoft das Preview für die Öffentlichkeit freigegeben. Laut den Aussagen des Softwarekonzerns, können Windows Desktops und Anwendungen wie beispielsweise Office365 ProPlus, in wenigen Minuten auf Azure bereitgestellt und skaliert werden.

Windows Virtual Desktop wird nicht nur auf Windows 10 beschränkt, sondern bietet auch die Option für virtuelle Windows 7 Desktops aus der Cloud, die nach Ende des Erweiterten Supports für Windows 7 im Januar 2020 noch drei weitere Jahre von Microsoft unterstützt werden. Unternehmenskunden können so den Erwerb des kostenpflichtigen Windows 7 Extended Security Updates vermeiden, sofern sie Ihren Windows 7 Workload nach Azure auslagern.

Zur Bereitstellung der virtuellen Maschinen in einer Windows Virtual Desktop Umgebung ist allerdings ein Azure Abonnement erforderlich, so, dass bei den Kosten auch jene für den Verbrauch von Azure-Ressourcen mit zu berücksichtigen sind. Microsoft empfiehlt die Verwendung der „Azure Reserved Instances“ und Windows 10 Multi-Session in Betracht zu ziehen. Zusätzliche Kosten für Lizenzen fallen allerdings nicht an, sofern Kunden über ein aktives Microsoft 365 F1, E3 oder E5, Windows 10 E3 oder E5 oder Windows VDA Abonnement verfügen. Gleiches gilt, wenn Desktops und Applikationen über RDSH bereit­gestellt werden und die Anwender eine gültige RDS-CAL besitzen.

Während Desktops und Anwendungen in jedem Azure Rechenzentrum bereitgestellt werden können, wird die Verwaltungslösung von Windows Virtual Desktop während der öffentlichen Vorschau nur aus zwei US Azure Regionen bereitgestellt. Somit wird die Nutzung der Vorschau unweigerlich zur Übertragung von Daten in die USA führen.

Quelle: Microsoft

 

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